Jürgen Becker – „Volksbegehren“

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22.02.18
20:00–22:30
Veranstaltungsort:
Maximilianpark
Beschreibung:

Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung


Blattläuse haben es leicht. Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die

Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht

fragen: „Zu mir oder zu dir? Sie fragen: „Zu mir oder zu mir?“ So einfach kann das Leben

sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex.


Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei

99% der Tierarten durchgesetzt. Geschlechtliche Fortpflanzung findet man gar bei

Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten, wenn darin Herrenund

Damenkegelclubs des Nachts bei ihren feucht-lustvollen Ausflügen übereinander

herfallen. Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. Daran erinnert uns der Sex,

weshalb er so beunruhigend, aufwühlend, elektrisierend, schockierend, bedrohlich

und…..so angenehm ist.

So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden Sie gelegentlich

als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns Ihrer, es sei denn, wir sind im

Internet.


Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in

der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die

Homoerotische. Und schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich

geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne

Kinder zu zeugen. Früher musste man dafür beten: „Heilige Maria, die du empfangen

hast ohne zu sündigen, lass mich sündigen, ohne zu empfangen!“ Aber was macht sexy?

Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus

Ihr gewinnen?


„Mitternachtsspitzen“ sind im gleichnamigen Film mit Doris Day und John Garvin

Dessous und so wagt der Moderator derselben einen kabarettistischen Beischlaf mit

dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs

Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste

gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung

bleiben – und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören.

Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

Veranstalter: Maximilianpark Hamm GmbH
Ansprechpartner: (nicht bekannt)
Kontakt:

02381-982100

Adresse:

Maximilianpark Hamm

Alter Grenzweg 2

59071 Hamm

Stadtteil: Hamm-Osten